Soli Deo Gloria

Im Leben und Sterben: Einheit mit Christus!

Warum Ordnung so wichtig ist!

Ich bin mir dessen bewusst, das alleine wegen des Titels die Hälfte der Zielgruppe, diesen Artikel nicht lesen werden. Dennoch denke ist, dass genau diese Überschrift passend und treffend ist.

Es gibt mehrere Argumente für Ordnung in unserem Leben, aber in diesem Artikel möchte ich anhand meines Verständnisses von Ordnung erklären, warum Ordnung so wichtig ist.

Man könnte meinen, es kommt auf Ordnung an, da wir sonst in unserer Umwelt nicht bestehen können. Man könnte sagen, Ordnung ist so wichtig, weil wir sonst nicht mit anderen Menschen kommunizieren und interagieren können. (Angenommen, ich ordne diesen Text nicht, sondern schreibe einfach durcheinander – was würde bloß passieren…) Man könnte sagen, Ordnung ist eben eine Tugend der westlichen Kultur. Und vieles mehr…

Man könnte sogar sagen, dass Ordnung in der Bibel fast immer impliziert ist, wenn von dem Frieden die rede ist. Friede heißt in vielen Kontexten auch Ordnung. Und dieses Argument ist nicht schlecht, genau so wenig, wie es die „ungeistlichen“ des vorigen Absatzes sind.

Aber in alle dem würde man nicht vermitteln, worum es bei Ordnung wirklich geht!

Mein Wunsch ist, im Verständnis aller Dinge, Gott im Zentrum zu haben, so auch in dem Verständnis von „Ordnung“. Dies alleine ist schon eine Ordnung; und davon möchte ich schreiben: Die wahre Ordnung besteht daraus, Gott in allem an erste Stelle setzen zu wollen und es auch umzusetzen.

Eine Vorbemerkung dazu: Weder ich, noch mein Pastor, noch Petrus oder Paulus, hat dieses vollständig ergriffen! Nichtsdestotrotz ist es von großer Bedeutung, wie wir nach dieser Ordnung streben! Es wird entscheiden, ob wir unser Leben verschwenden oder es nutzen! Denn unsere (gelebten) Prioritäten machen aus, und zeigen, ob wir wirklich Gottes Kinder sind.

Nicht, dass unsere Rettung davon abhängt, das wir es vollständig leben; sondern unsere Rettung hängt davon ab, ob wir nach der richtigen Ordnung streben! („Ich glaube, hilf meinen Unglauben“, etc.)

Ordnung besteht – wie ich bereits erklärt habe – darin, Gott an erste Stelle zu setzen. Wenn man ein wenig darüber nachdenkt, ist diese These sehr gewagt. Bin ich automatisch ein geordneter/ordentlicher Mensch, wenn Gott bei mir an erster Stelle kommt? Kann nicht mein Zimmer dennoch unaufgeräumt, mein Desktop voller Dateien, mein Schrank voller unnützer Kleidung, etc., sein? Können nicht trotzdem meine Termine ungeplant sein?

Meine These ist: Nein!

Was heißt es denn, Gott den ersten Platz im Leben einzuräumen? Es heißt, ihm die nötige Zeit einzuräumen, um fest im Glauben zu werden und zu bleiben. Aber es heißt eben auch, ALLES zu Gottes Ehre zu tun. Meine These besteht also einfach nur darin, dass ich sage, dass wir, wenn wir alles zu Seiner Ehre tun, wir ordentliche Menschen sind! Oder anders gesagt: Wir müssen ordentlich sein, um Gott Ehre zu bringen.

Es gibt niemanden, der von sich sagen kann, Gott immer an erste Stelle setzen zu wollen, der nicht gleichzeitig seinen gesamten Alltag umkrempeln muss! Denn, wenn ich alles zu Gottes Ehre tun möchte, dann wird das auf alle Dinge, die ich tue Auswirkungen haben!

Nicht nur Prioritäten-mäßig (d.h. was ist mir wichtig, also: was verdient wie viel Zeitaufwand, etc.), sondern auch, wie führe ich die Dinge durch!?! Wenn es mir wichtig ist, in Allem Gott zu Ehren, dann sollte ich mit allen Dingen verantwortungsbewusst umgehen.

Und da wir als Menschen so geschaffen sind, dass sich unsere Verhaltensweisen aus verschiedenen Bereichen auf andere Bereiche übertragen, wird entweder unsere Ordnung in Glaubensfragen auch Ordnung in unser gesamten Leben bringen, oder wir werden die Unordnung unseres Lebens (in kleinen, wie auch großen Dingen) in unseren – letztendlich bedeutungsvollen – Glauben mitnehmen und zuschanden werden.

Darum ist die Ordnung eines Gläubigen auch ein Maß seines geistlichen Standes! Je mehr unser Glaube (und das ist die Ordnung, Jesus an erste Stelle zu setzen, und vor allem auf Ihn zu blicken) wächst und sich somit auf unser Leben auswirkt, desto ordentlicher werden wir sein wollen und desto ordentlicher werden wir sein.

Wir sollten uns noch einmal daran erinnern, dass keine Ordnung im Leben eine Begründung in sich hat, die tragfähig wäre! Vielmehr sollte jede Ordnung ein Spiegel der geistlichen Ordnung sein, die wir haben. „Geistliche Ordnung“ heißt aber – achtung – nicht, das sie nur in Gedanken wäre. Ich hoffe, ich habe klar genug gesagt, dass eine geistliche Ordnung durch die Prioritätenneusetzung unser gesamtes Leben bestimmt.

Und da ich nun erklärt habe, dass Ordnung im Alltäglichen ein Spiegel der Ordnung unseres Denkens und Glaubens ist, kann ich nun zu dem Argument kommen, welches diese Kette komplett macht!

Erst wenn wir begreifen, dass Ordnung das einzige Mittel ist, was wir haben, um Gott wirklich zu lieben, dann können wir auch verstehen, dass wir seine Ordnung übernehmen sollen!

So wie unsere Ordnung ein Spiegel unserer Prioritäten ist, so ist sie auch ein (schlechter) Spiegel der Ordnung Gottes. Und Gott hat Prioritäten. Seine Ordnung besteht darin, dass Er selbst, Seine Ehre am wichtigsten ist!

Dazu dient sowohl die Unter-Ordnung des Sohnes unter den Vater, als auch die Unter-Ordnung des Verlangens alle Menschen zu retten unter das Verlangen, seine Ehre so groß wie möglich zu machen! (Mit letzterem Satz könnte man eine neue Diskussion anfangen, dies sei aber hier nicht der Fall.)

Lasst uns also – zur Ehre Gottes – in Ordnung wachsen!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 4. November 2011 von in Glaubensleben und Kommentare.

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