Soli Deo Gloria

Im Leben und Sterben: Einheit mit Christus!

Heiligung, Glaube und das Erblicken Jesu

Oder: Warum Heiligung nicht nur das Wachsen im Glauben ist, sondern dieses – im ständig fester werdenden Blick auf Jesus – wachsende Vertrauen auf Gott uns auch verändert!

In den letzten Wochen bin ich immer wieder auf Verse gestoßen, die von unserem Blicken auf Jesus sprechen – dabei ist mir wichtig, dass wir unseren Glauben auf die Wirklichkeit, welche wir nicht sehen können, setzen. Wenn ich also von „Blicken auf Jesus“ spreche, dann widerspricht das nicht der Aussage, dass wir „im Glauben und nicht im Schauen“ leben. Das liegt daran, dass wir im Geistlichen auf Jesus blicken, dass wir im geistlichen darauf vertrauen, dass Gott uns alle Dinge zum Besten dienen lässt, etc.

Heiligung ist nicht nur ein Wachsen im Glauben, sondern wirkt auch Veränderung in uns. Das sollte klar werden, wenn wir uns über die Größe Komponente des Glaubens klar werden, welche das Erblicken Jesu ist. Wir glauben zuallererst an Jesus selbst. In ihm sind uns alle anderen Dinge zuteil geworden (Eph 1,3). Und das wahre Blicken unseres Herzens auf diesen Jesus wird niemals in Unglauben enden, sondern uns immer zu noch mehr Vertrauen bringen. Wer nun aber die Herrlichkeit Gottes in Angesicht Jesu Christi erblickt, der wird Schritt für Schritt in das Bild Jesu verwandelt (2. Kor 3,18-4,6). Damit ist eine wirkliche Verwandlung gemeint, nicht bloß ein Wandel der Stärke des Glaubens, welcher uns dann vor Gott „heiliger dastehen lässt“; das sei ferne.

Wir sind natürlich einerseits, wie wir in Christus gerechtfertigt sind, auch in ihm geheiligt – und stehen als heiliges, untadeliges Volk vor Gott, da Christus uns repräsentiert; aber (d.h.: und!) zugleich werden wir selbst – wird unsere Persönlichkeit – verwandelt in ein Abbild der Herrlichkeit Gottes.

Das nimmt für mich den Stress des „Heiliger-werden-Müssens“, da ich – wenn ich auf Christus blicke, mich mit ihm beschäftige – nur Freude empfinde, und im selben Moment verwandelt werde. Auch in meiner Erfahrung wird das deutlich: Lasse ich meinen Blick von anderen Dingen fesseln, dann falle ich schnell in Sünde; blicke ich auf Christus, dann folge ich ihm gerne und lasse die Sünde freudig beiseite!

Ein Beispiel aus den Psalmen, welches von dem Blicken auf Gott (und das ist Blicken auf Christus, wie wir in der Stelle aus dem 2. Kor sehen) spricht, ist Ps 16. Dieser Psalm zentriert sich nicht nur in der Anzahl der Verse, sondern auch im Aufbau und in dem Argumentationsgang um Vers 8. Egal, welche Übersetzung man wählt – in einigen steht schauen, blicken oder ähnliches, in anderen steht „habe ihn vor mir stehen“ – es geht immer um das, was ich oben mit „Blicken auf Christus“ bezeichnet habe! Wenn nun Vers 8 das Zentrum ist, dann sollte der Blick auf Christus auch das Zentrum unseres Glaubens sein.

Weitere Beispiele wären: Ps 25,15; Ps 34,6; Ps 11,7 und viele andere aus der gesamten Bibel!

Wer sich bis hierher durchgekämpft hat, soll einen zusammenfassenden Satz lesen dürfen:

Der Blick auf Christus ist nicht nur in der Bekehrung, sondern auch in der andauernden Rettung zentral und verändernd.

In vielen Stellen spricht die Bibel davon, dass wir bereits gerettet sind (z.B. Röm 5,1); zugleich spricht sie aber auch davon, dass wir unsere Rettung verwirklichen sollen, dass unsere Rettung noch kommen wird. In Christus, d.h. im Glauben an Ihn, sind wir bereits gerettet, aber wirklich gerettet werden wir erst sein, wenn er wiederkommt und uns von allem – dieser Welt, unserem sterblichen Leib, etc. – erlöst! (Darum benutze ich „andauernde Rettung“.)

Lasst uns also auf Christus, das Zentrum des Glaubens, und Ihn als Gekreuzigten blicken – uns freudig verwandelt werden in sein Bild, zur Ehre Gottes des Vaters!

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 11. Oktober 2011 von in Glaubensleben und Kommentare und getaggt mit , , , , , , , .

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