Soli Deo Gloria

Im Leben und Sterben: Einheit mit Christus!

Warum Beitreten?

Nicht die Frage, warum wir einer Gemeinde beitreten sollten, möchte ich hier erläutern (Dazu siehe z.B. diesen Artikel; und dazu auf deutsch: hier), sondern die Frage, die ich mir selber gestellt habe: Warum sollte gerade ich Evangelium 21 beitreten?

Ich bin kein E21 Vorstandsmitglied, kein Pastor und auch kein E21-Fanatiker. Vielmehr bin ich einfaches Gemeindemitglied, habe einige (teilw. auch Leitungs-) Aufgaben und bin (sonst würde ich diesen Blog nicht schreiben) sehr an theologischen Diskussionen (und Diskursen) interessiert. Aber nicht einmal dies Fakten sollen hier ausschlaggebend sein, für mein Plädoyer, E21 beizutreten.

Ich denke, es gibt gute Gründe, über einen Beitritt bei E21 nachzudenken, egal in welcher Lage wir sind:

Am liebsten würde ich hier jeden Punkt des Bekenntnises der Bewegung nehmen und zeigen, dass dei Ansichten biblisch sind, aber dafür soll dieser Artikel nicht sein. Vielmehr gehe ich hier auf ganz praktische Gründe ein.

(1) Evangelium 21 verbindet Christen: Nicht als Lokalgemeinden-Ersatz oder als „Alle-in-einen-Pott-Schmeißen“, sondern ganz persönlich und in vielfältigen Kontexten. Einerseits in lokalen Gebieten, in welchen man noch gar nicht von einander wusste (dazu z.B. hier etwas); andererseits auch überregional. Wir werden sehen, ob sich eventuell eine Jugendbewegung in E21 findet; persönliche Kontakte sind auf jeden Fall schon geknüpft (soviel kann ich zumindest von mir sagen – dem Facebook-Chat sei dank…).

Und natürlich müssen wir aufpassen, dass wir nicht meinen, andere E21iger seien nun unsere Gemeindemitglieder. Wir sollten Rechenschaft und tiefe Freundschaft zuerst in der Gemeinde pflegen, natürlich – aber nichtsdestotrotz sind Beziehungen über Gemeindegrenzen sehr hilfreich! Wir können voneinander lernen, jede Gemeinde hat gewisse Schwerpunkte und Vorteile.

(2) Aber warum nun diese Gemeinschaft von Gemeinden (durch die Pastoren und Ältesten) und deren Mitgliedern im Besonderen innerhalb von Evangelium 21 fördern? Ich denke, dass auch die Beziehung zu anderen Gemeinden/Christen durchaus Vorteile hat. so ist es m.E. richtig und wichtig, in der gleichen Stadt/Region mit vielen Gemeinden zusammenzuarbeiten.  Andererseits ist es auch ein Anliegen, die gute und richtige Lehre zu bewahren. Und dazu gehört insbesondere die Zentralität des Evangeliums des souveränen Gottes, der uns von der Sünde erlöst! Niemals würde ich sagen wollen, dass nicht-E21-Gemeinden automatisch „schlechte Gemeinden“ sind oder nicht-E21-Christen „schlechte Christen“. Aber, wenn sie das Evangelium Christi predigen, dann werden sie – nicht unbedingt E21 beitreten – aber auf jeden Fall eine gute Beziehung zu E21 haben.

(2a) Wir sollten uns als Christen,die insbesondere den Punkten 6 und 7 (und 4 – Komplementarität) des Bekenntnisdokumentes (siehe unten) zustimmen gegenseitig stärken. In den reformatorischen Wahrheiten wandeln nicht mehr viele heutzutage, um wie viel mehr sollten wir einander kennen und einander unterstützen in dem jeweils gegebenen Umfeld Zeugnis zu sein. Dies tun wir u.a. indem wir „einfach nur“ dem Netzwerk beitreten, da ein ernstgemeinter Beitritt dem gesamten Bund zeigt, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen.

(2b) Die Frage, ob E21 wichtiger ist, als eine Konfession, möchte ich hier nicht erläutern; dennoch denke ich, dass in Ergänzung zu (2a) die Ermutigung im Glauben zu harren und zu wachsen in dem E21-Umfeld stärker ist. Aus ganz persönlichen Erfahrungen kann ich sagen, dass das Treffen von Christen immer eine gewisse Verbindung, die wir in Christus haben, erkennen lässt (diese Erfahrung wird wohl fast jeder schon einmal gemacht haben, in einer fremden Stadt, einem fremden Land), andererseits ist in meinen eigenen Beziehungen immer auch die Reformatorizität (oder: die Anerkennung der Gnadenlehren und 5 Solas, etc.) von Bedeutung gewesen: Wie viel tiefergehende Gespräche konnte (und kann) ich mit Christen führen, die auf diesen Punkten aufbauen. Das möchte ich hier nur durch meine Erfahrung begründen, es gibt aber – so denke ich – auch durchaus theoretisch-theologische (und auch praktisch-theologische) Gründe für die durchaus besser gelingende Ermutigung.

(2c) Auch nach außen hin wird klar, das Reformatorizität nichts mit Gleichheit zu tun hat, sondern, dass vielmehr ganz klar – in der Verschiedenheit der Gemeinden – wird, dass Christus alles ist!

(3) Das bloße Unterschreiben der Beitrittserklärung bringt uns natürlich keinen Schritt weiter, aber wie in (2a) beireits beschrieben, bringt es der gesamten Bewegung Ermutigung. Außerdem gibt es ganz praktische Gründe, diese Beitrittserklärung auszufüllen:

(3a) Das Lesen des Bekenntnisdokumenten regt zum Nachdenken an! Während ich letzte Woche dieses Dokument las, stellte ich fest, wie viele dieser Punkte mich doch in letzter Zeit gar nicht berührt hatten, wie ich denk Fokus verloren hatte (oder: an der falschen stelle fokussiert hatte). Es bringt uns zum einen zu den Basics, erklärt zum anderen, was wir eventuell auch „anders glauben“ als andere Bünde.

(3b) Das Dokument birgt Statements, die wir auch in Diskussionen mit anderen Christen von der Bibel her begründen können und sollen – es bringt also eventuell neben der eigenen Klarheit auch die Klarheit in Diskussionen und Darstellungen anderen gegenüber.

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Ich denke, viele der Gründe sind offensichtlich – und dennoch (oder gerade deswegen) möchte ich jeden ermutigen, dem Netzwerk beizutreten, der selbiges Bekenntnis auch von ganzen Herzen ablegen kann!

Eventuell gibt es noch bessere, wichtigere oder einleuchtendere Gründe – gerne Kommentieren!

Mir persönlich hat es jedenfalls nicht geschadet, meine Faulheit zu überwinden, das Dokument zu lesen und (danach!) den Antrag auszufüllen.

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Hier die Webseite (am Rand der Antrag): http://www.evangelium21.net/

Hier das Bekenntnisdokument: http://www.evangelium21.net/uber-uns/bekenntnisdokumente/

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Und noch die Auszüge aus den Punkten 6,7 und 4: (Bitte auch das ganze Dokument lesen! Dies sind m.E. die „Distinctives“.)

4. Erschaffung der Menschheit

[…]

Adam und Eva wurden dazu erschaffen, sich in der Vereinigung zu einem Fleisch komplementär zu ergänzen. Die heterosexuelle Ehegemeinschaft ist die einzige von Gott gewollte Form der sexuellen Beziehung für Männer und Frauen. Nur so dient die Ehe als ein Bild für die liebevolle Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde. In Gottes klugen Absichten sind Männer und Frauen nicht einfach austauschbar, sondern ergänzen sich vielmehr auf eine gegenseitig bereichernde Art und Weise. Gott hat es so vorgesehen, dass sie unterschiedliche Rollen innehaben, welche die liebende Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde widerspiegelt: der Ehemann, indem er seine Funktion als Haupt so ausübt, dass er die sorgende, aufopfernde Liebe Christi darstellt, die Ehefrau, indem sie sich ihrem Mann auf eine Art und Weise unterordnet, dass dadurch die Liebe der Gemeinde für ihren Herrn erkennbar wird. Im Dienst der Gemeinde werden Männer wie Frauen ermutigt, Christus zu dienen und sich zu ihrem vollen Potential in den vielfältigen Diensten von Gottes Volk zu entwickeln.

Der Pastoren- und Ältestendienst innerhalb der Gemeinde ist aufgrund des gesamtbiblischen Zeugnisses, insbesondere der Schöpfungsordnung und der neutestamentlichen Ekklesiologie, qualifizierten Männern vorbehalten.

6. Der Plan Gottes

Wir glauben, dass Gott von Ewigkeit her in seiner Gnade beschlossen hat, eine große Anzahl schuldiger Sünder jeden Stammes, jeder Sprache, aus jedem Volk und jeder Nation zu erretten. Er hat sie zu diesem Ziel vorherbestimmt und erwählt. Wir glauben, dass Gott diejenigen gerecht spricht und heiligt, welche durch seine Gnade an Jesus glauben, und eben diese auch eines Tages verherrlichen wird – alles zur Ehre seiner herrlichen Gnade. In Liebe ersucht und gebietet Gott allen Menschen, ihre Sünden zu bekennen und zu glauben, wobei er seine rettende Liebe denen zuteil werden lässt, die er zum Glauben an Christus erwählt und denen er Christus zum Retter bestimmt hat.

7. Das Evangelium

[…] [hier die Betonung der Sünde]

Diese gute Nachricht ist biblisch (sie entspricht der Schrift), errettend (Christus starb für unsere Sünden, um uns mit Gott zu versöhnen), historisch (wenn die rettenden Ereignisse nicht stattgefunden haben sollten, wäre unser Glaube wertlos, wir wären noch immer in unseren Sünden und wir wären die bemitleidenswertesten Geschöpfe überhaupt), apostolisch (die Botschaft wurde den Aposteln anvertraut und durch sie, die Zeugen dieser rettenden Ereignisse waren, weitergegeben) und persönlich (sie muss vom Einzelnen im Glauben angenommen werden).

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 12. September 2011 von in Bloggerszene, Glaubensleben und Kommentare, Zeitgeschehen und getaggt mit , , , , , .

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