Soli Deo Gloria

Im Leben und Sterben: Einheit mit Christus!

Amasa – Oder: Schaff die Leiche weg!

Ich liebe Bibelinterpretationen, die Einblick in die Deutung des Alten Testamentes geben. Noch so sehr ich historische Einordnungen unterstütze, zu schätzen weiß, zu wissen, in welchem Kontex die Begebenheit geschah, um so mehr bevorzuge ich die Deutung auf das neue Testament hin, auf Christus und seine Gemeinde, also uns. Daher resultiert eventuell meine große Liebe zu C. H. Spurgeon, der das AT ebenfalls liebte.

Nun kann man es aber auch in Deutungen übertreiben (finde ich) – und das gelingt mir persönlich recht häufig. In meiner Bibellese (Bibelbuchdeckel A bis Bibelbuchdeckel B) bin ich derzeit im 2. Samuel gewesen und habe sehr interessante Gedanken über ein paar Verse gehabt. Wie sinnvoll diese Interpretation ist, dürft ihr gerne beurteilen.

Schaff die Leiche von der Straße

Die Verse:

2. Sam. 20: 11 Und ein Mann von den Burschen Joabs blieb bei Amasa stehen und sagte: Wer an Joab Gefallen hat und wer für David ist, Joab nach! 12 Amasa aber wälzte sich in Blut mitten auf der Straße. Und als der Mann sah, dass alles Volk stehen blieb, schaffte er Amasa von der Straße weg auf das Feld und warf ein Kleidungsstück über ihn, weil jeder, der kam, nach ihm sah und stehen blieb. 13 Als er von der Straße weggeschafft hatte, zog jedermann vorüber, Joab nach, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen.

Auf dem Weg, den Joab und Abischai mit dem Kriegsvolk laufen mussten, um Scheba nachzujagen fanden sie Amasa (der den Auftrag eigentlich hätte ausführen sollen, aber zu langsam gewesen war, sodass David Abischai gesandt hatte) an einem Stein. Dort tötete Joab den Amasa, und jagte dann mit allem Volk weiter nach – oder wollte zumindest mit allem Volk nachjagen. Diese blieben aber alle an der Blutlache und Leiche des Amasa stehen, obwohl ein Bursche Joabs sie zum Nachjagen aufforderte.

Nun jagen wir als Christen zwar nicht zum Töten nach, sondern jagen Christus nach – aber eventuell können wir uns ein Vorbild daran nehmen, die Blutleiche wegzuschaffen. Warum blicken wir noch (mittleidsvoll) auf die Sünde, die wir bereits getötet haben? Warum jagen wir nicht dem Ziel entgegen, sondern bleiben an den Leichen stehen, die uns auf dem Weg begegnen?

Blicke doch nur auf Christus – und die Dinge am Wegesrand werden uninteressant.

Auch für die Leiterschaft ist das interessant: Wenn wir die Leichen wegschaffen, so wird sich das Volk mehr auf Christus konzentrieren können.

Genug der Ausführung, weil ich nicht zu viel Wert auf diese Auslegung legen würde ;- )

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 8. März 2011 von in Glaubensleben und Kommentare und getaggt mit , , , , , , , , , .

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