Soli Deo Gloria

Im Leben und Sterben: Einheit mit Christus!

Über das Bibellesen

In dem letzten Artikel habe ich über die Planung und die Spontaneität allgemein berichtet, jetzt soll es um die zu beachtenden Faktoren beim Bibellesen gehen.

Ich richte mich wieder nach John Piper (Kapitel 8, Wenn die Freude nicht mehr da ist):

Wie plane ich meine Bibellese?

1. Im Allgemeinen ist der frühe Morgen am besten

Das menschliche Herz regeneriert sich nicht von selbst im Schlaf. Der Körper schon, aber das Herz nicht. Die geistliche Luft entweicht aus unseren Reifen und der Treibstoff wird über den Tag verbraucht. Wir regenerieren unsere Herzen nicht im Schlaf, sondern durch das Wort Gottes und im Gebet. Tausende von Heiligen haben über die Jahrhunderte entdeckt, dass es mehr Freude und mehr Liebe und mehr Kraft bringt, wenn wir den Tag damit beginnen, unseren Sinn mit dem Wort Gottes zu füllen, statt mit dem Treibstoff von gestern weiterzureisen.

2. Suchen Sie einen einsamen Ort – machen Sie es sich zur Regel

Denken Sie nicht, der Ort müsse gemütlich sein. Gemütlichkeit wird Sie eher zum Einschlafen verleiten. Der Ort muss einsam sein, sodass Sie nicht abgelenkt werden, und laut reden können und singen und weinen. Sie werden früher oder später weinen müssen […] Sie müssen allein sein.

Meine Anmerkung hierzu: Am frühen morgen wird man ungestört sein – daher ist dies noch ein weiteres Argument für den frühen Morgen.

3. Planen Sie, wie Sie in der Bibel lesen

Es gibt viele Arten, in der Bibel zu lesen. Jede ist besser als gar keine. Wenn sie zur vereinbarten Zeit an den vereinbarten Ort kommen, ohne einen Plan zu haben, wie Sie in der Bibel lesen, führt das gewöhnlich zu einem Bibellesen aufs Geratewohl und Sie fühlen sich schwach, unwirklich und entmutigt.

Der Plan [den Piper benutzt – siehe meinen Beitrag über Bibellesepläne] sieht vor, täglich in zwei alttestamentlichen und zwei neutestamentlichen Büchern zu lesen. Ich [Piper, und ich auch] finde diese Vielfalt hilfreich. Andere nicht. Diese würden eher ein anderes Vorgehen wählen. Das ist in Ordnung.

Mein Fazit: Ein Plan ist besser als keiner. Selbst der Plan „Von vorne nach hinten, so schnell ich es schaffe“ ist hilfreich.

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Wir sollten aber nicht nur planen, was wir in der Bibel lesen, sondern auch auf welche Weise wir das tun. Letzteres ist natürlich etwas schwieriger, da wir bei unterschiedlichen Stimmungen unterschiedliche Herangehensweisen an die Bibel haben. Dennoch gibt es einige Dinge, die mir persönlich sehr geholfen haben:

(a) Mit dem Stift lesen: Sei es nur ein Bleistift zum unterstreichen, oder ein kleiner Zettel, auf dem man sich Notizen macht – jedes mal, wenn man sich Notizen macht, hilft es ungemein; warum dann nicht immer Notizen machen (so denn die Möglichkeit besteht)?

(b) Betend lesen: Das Unterbrechen der Bibellese ist kein Verbrechen – im Gegenteil: Wenn uns das Wort Gottes zum Gebet auffordert, es uns zum Gebet bringt (also in die Anbetung, oder in die Sündenerkenntnis und das Sündenbekennen, etc.) dann sollten (uns werden es auch quasi automatisch) wir auch beten! Das bewusste Suchen nach diesem Wechsel von Beten-Lesen-Beten-Lesen-Beten … ist (m.E.) sehr hilfreich.

(c) Methodisch lesen: Es gibt verschiedene Methoden zu lesen – manchmal ist es gut einen Text historisch auf sich wirken zu lassen, manchmal sollten wir uns auf die Deutung in Bezug auf das Kreuz Christi (oder das Reich Gottes) fixieren, manchmal hilft es sich den Text selber zu strukturieren, manchmal hilft es sich in die Situation hineinzudenken, etc., …

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Gibt es noch weitere Hinweise, die Euch auf dem Herzen liegen, die Euch geholfen haben?

 

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Ein Kommentar zu “Über das Bibellesen

  1. Pingback: 4 Minuten über die Bedeutung des Auswendiglernens von Bibelstellen « Soli Deo Gloria

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 24. Februar 2011 von in Glaubensleben und Kommentare und getaggt mit , , , , , , , , , , , , .

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