Soli Deo Gloria

Im Leben und Sterben: Einheit mit Christus!

Römer 5,1+2

„Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott, durch unseren Herrn Jesus Christus; durch ihn haben wir auch den Zugang zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird; nicht aber allein das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung; …“ (Römer 5,1-4)

Gerecht geworden durch den Glauben

Paulus schildert in Kapitel 4 eindrucksvoll, wie wir nur durch den Glauben an Christus gerecht werden. Anhand des Glaubens von Abraham macht er hier deutlich, dass seit jeher Menschen nur durch den Glauben gerettet wurden. Zum einen steht also geschrieben, dass „ihm das […] zur Gerechtigkeit gerechnet worden [ist], um zu zeigen, dass für alle Zeiten die Rettung durch den Glauben an Christus gilt; zum anderen schließt Paulus mit den Worten: „23 Dass es ihm zugerechnet worden ist, ist aber nicht allein um seinetwillen geschrieben,24 sondern auch um unsertwillen, denen es zugerechnet werden soll, wenn wir glauben an den, der unsern Herrn Jesus auferweckt hat von den Toten,25 welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt.“

Uns wird also genau so die Gerechtigkeit nur durch Zurechnung zuteil – nur aus Glauben an den, „welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt“.

Gerecht => Frieden mit Gott

Die erste Folgerung, die Paulus aufstellt, ist, dass wir, weil wir nun gerecht geworden sind, Frieden mit Gott haben! In den Briefen des Paulus wird Gott sehr häufig ein „Gott des Friedens“ genannt (insbesondere in den Grußworten). Wie in Hebräer 7:2 steht ist er aufs erste ein König der Gerechtigkeit, aufs zweite ein König des Friedens – für die Gerechten ist er ein Gott des Friedens; das heißt, da wir gerecht geworden sind, dass wir Frieden mit Gott haben.

Gerecht geworden durch Glauben => Frieden mit Gott durch Jesus

Der Hautpunkt des Paulus in Vers 1 besteht aber darin, dass wir nun also (wie eben bereits in Kapitel 4 gezeigt) durch den Glauben gerecht geworden sind, und darum Frieden mit Gott „durch unseren Herrn Jesus Christus“ haben. Nicht wir schaffen es , Gott friedlich zu stimmen, nicht unsere Opfer sind es, die Frieden erwirken (Im Hebräerbrief heißt es, dass alle Opfer – von denen im Besonderen in den Büchern Mose geschrieben ist – nur ein Hinweis auf das wahre Opfer, Christus, waren), egal, wie fehlerlos und rein sie sein mögen, sondern der Frieden mit Gott besteht in Christus!

ER ist das wahre Opfer, welches den Frieden erwirkt; und nur durch den Glauben können wir an diesem seinem Tod und an dieser seiner Auferstehung teilhaben, sodass uns der Glauben zur Gerechtigkeit gerechnet wird, und wir nun Frieden mit Gott durch Jesus haben.

In Christus: Nicht nur Frieden, sondern auch Zugang

„Durch ihn haben wir auch den Zugang zu dieser Gnade, in der wir stehen“, fährt Paulus fort. Wir müssen uns nun fragen, was „diese[…] Gnade“ ist. In Bezug auf das Opfer Christi und den durch das Opfer erwirkten Frieden liegt es nahe, diesen „Zugang zu dieser Gnade“ als Zugang zu Gott zu verstehen. In Christus dürfen wir in das Allerheiligste kommen (um alttestamentlich zu sprechen), in Christus sehen wir die Fülle und Herrlichkeit Gottes (um neutestamentlich zu sprechen) – unsere Gebete dringen in Christus vor Gott, wir sind in Christus Gottes Kinder, in Christus sind wir mit Gott vereint. Wir haben den Zugang zu dieser Gnade, Gottes Volk – in Christus!

Und in dieser Gnade dürfen wir tagtäglich „stehen“, das heißt, wir wandeln natürlich in dieser Gnade, aber wir haben auch besondere Zeiten, in denen wir im Allerheiligsten Gottes zum Stehen kommen. Wir stellen und Gott, suchen seine Nähe, weil wir den Zugang – in Christus – haben dürfen!

In Christus: Wir rühmen uns der Herrlichkeit Gottes

„Und [wir] rühmen uns der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird“, übersetzt Luther, die Elberfelder sagt „der Herrlichkeit Gottes“. Es stecken beide Komponenten in dem Gedankengang des Paulus:

In Christus haben wir nicht nur schon jetzt den Zugang zu Gott, sonder den ewigen Zugang zu Gott – in seine Herrlichkeit, den Himmel. Wir rühmen uns in Christus dieses Geschenkes, der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott uns geben wird: Diese Herrlichkeit besteht zum einen in dem Geben eines neuen (Auferstehungs-)Leibes, zum anderen einfach in seiner eigenen Herrlichkeit, die er uns – für alle Ewigkeit – schenken wird, im Himmel.

Wir rühmen uns aber auch schon jetzt der Herrlichkeit Gottes, die er uns durch seinen Sohn offenbart hat. Wir haben die „Hoffnung der Herrlichkeit Gottes“ in Christus: Wir dürfen seine Herrlichkeit schon jetzt sehen, und einst von Angesicht zu Angesicht – darauf Hoffen wir: In Christus.

Anmerkung: So Gott will und ich die Zeit finde, folgen die Verse 3 und 4 noch.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 13. Februar 2011 von in Glaubensleben und Kommentare und getaggt mit , , , .

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