Soli Deo Gloria

Im Leben und Sterben: Einheit mit Christus!

Lobpreis und Anbetung

Als Lobpreisleiter in meiner Jugendgruppe mache ich mir sehr häufig Gedanken über die Lehren und Grundsätze des Lobpreises. Unter anderem habe ich vor kurzem den ersten Teil des Buches „Christ-Centered Worship“ von Bryan Chapell gelesen, der von Liturgie und „worship“ im Sinne von dem gesamten Gottesdienst handelt. Besonders am Herzen liegt mir aber auch der musikalische Teil des Gottesdienstes, meist als „Lobpreis“ oder lang „Lobpreis- und Anbetungs-Zeit“ bezeichnet.

Generell ist der Blog von Bob Kauflin sehr zu empfehlen. Ein Lobpreisleiter aus den Staaten, der langjährige (im Vergleich zu mir: schon fast ewige) Erfahrungen im Lobpreisleiten hat. Dieser ist unter dem sehr ansprechenden Titel „worship matters“ im Netz zu finden: http://www.worshipmatters.com Nicht nur für Lobpreisleiter und Pastoren, sondern für alle Gemeindemitglieder, also alle Christen sehr empfehlenswert, weil „worship“ (in jedem Sinne: Gottesdienst; Lobpreis und Anbetung; und auch grade Anbetung als Lebensstil) eben „matters“ (wichtig ist).

Den Körper nutzen

Gestern habe ich einen Artikel im Blog der Gemeinde von John Piper gefunden. Der Blog von Desiring God schreibt über das Thema „The Importance of Using Your Body in Worship“.

Der Artikel selber ist recht kurz, deswegen ist hier keine Übersetzung zu finden, den von Jonathan Edwards zitierten Artikel über „BODILY WORSHIP“ möchte ich hier aber in deutscher Sprache hinterlegen:

101. LOBPREIS DES KÖRPERS.

Ich glaube nicht, dass es einen verständigen Menschen gibt, welchen Hintergrundes oder welcher Meinung auch immer, der sagen wollte, dass Gott wirklich mit dem Lobpreis des Körpers zufrieden wäre, was hieße, dass nur solche Gesten und Bewegungen des Körpers Teil der Ihn erfreuenden Tugend sind; obwohl sie [, d.h. die Gesten und Bewegungen] eigentlich nur Hilfen sind, die wahre Tugend und den Lobpreis des Herzens [eig. „worship of the mind“] auszuüben. Es gibt nun also eine unauflösliche, unvermeidbare Verbindung, sowohl in den Köpfen [eig. „mind“] der Rationalen, als auch der Spirituellen, von geistlichen und körperlichen Dingen. Wenn wir also fröhlich sind und unsere Freude ausdrücken, so ist es natürlich, dass wir es mit einer lebendigen [eig. „lively“] Stimme tun; und wenn wir unsere Sorgen ausdrücken, dass wir es mit einer traurigen Stimme tun. Das ist ganz natürlich für uns und die Assoziation wird noch stärker, wenn man andere Angelegenheiten betrachtet.

Wenn wir also – wenn wir kommen, um Gott zu preisen oder kommen, um unsere Sünden zu bekennen – beschlossen hätten unser Verhalten bezüglich des Ausdrucks [gemeint ist: Körpersprache, Stimme, etc.] in keiner Weise zu verändern [d.h. in keiner Weise zu zeigen, was wir fühlen], müssten wir alles zurückweisen, was eine stärkere Verbindung zur Freude oder zur Trauer hat; und dabei würde unweigerlich, in gewissem Maße, die geistliche Begegnung [d.i.: „the spiritual affection“] an sich zurückgehalten werden: [Denn] diese kann nicht im tiefsten Verstand sein, ohne zugleich unseren Körper zu durchdringen. So sind wir also genötigt, einige Gesten zu den Gewohnheiten des Kopfes [eig. „mind“] in gemeinsamer Sache [bzw. als gemeinsame Angelegenheit] hinzuzufügen, wie z.B. das Nicht-Bedecken [eig. „uncovering“] des Kopfes und andere Gebärden [d.i. „gestures“] neben dem Ausdruck der Ehrfurcht. Und dabei wächst eine starke Verbindung, sodass die Zurückhaltung des einen [d.h. der Körpersprache] unvermeidlich die Zurückhaltung des Anderen [d.h. der Geistesdurchdringung] nach sich zieht. Damit ist eine gewisse Art von Lobpreis mit dem Körper notwendig, um unserer Hingabe eine gewisse Freiheit zu verleihen; wenn schon in der Stille [eig. „in secret“], dann um so mehr in Gemeinschaft mit anderen. Weil wir nun die Ideen der Ehrfurcht und andere Gewohnheiten des Kopfes mit Gebärden des Körpers verbunden haben, würde es unsere Wahrnehmung der Ehrfurcht, etc. anderer Personen einschränken, wenn wir diese Gebärden machen sehen würden, die wir gegensätzlichen Stimmungen  zugeordnet haben; sodass unsere eigene Hingabe nicht so sehr von der Hingabe der anderen unterstützt würde, sondern ihre Hingabe zurückgehalten würde, und die Pflichtgemeinschaft [eig. „communion in the duty“] in mancher Hinsicht zerstört würde, was das Ende von gemeinschaftlicher Hingabe wäre. Darum ist es notwendig, dass es einen körperlichen und sichtbaren Ausdruck des Lobpreises (der Anbetung) einer Versammlung gibt; sonst könnte nicht einmal gemeinschaftliche Hingabe stattfinden.

Kurze Anmerkung: Bei der Übersetzung dieses Textes habe ich gemerkt, wie schwer es ist qualitativ hochwertige englische Texte in qualitativ hochwertige (und verständliche) deutsche Texte zu übersetzen. Wer englisch kann, möge den Artikel lieber auf Englisch lesen. Ich hoffe den Sinn des Artikels nicht allzusehr verfälscht zu haben.

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Ein Kommentar zu “Lobpreis und Anbetung

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 7. September 2010 von in Übersetzungen, Jonathan Edwards, Lernen von ..., Lobpreis und getaggt mit , , , , , , .

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