Soli Deo Gloria

Im Leben und Sterben: Einheit mit Christus!

Die lokale Gemeinde als Rahmen der Einheit

Dieser Artikel ist einer, den ich mir lieber von einem Pastoren, Theologen oder Ältesten wünschen würde – Ich bin einfach zu wenig erfahren, zu wenig in der Materie.

Auch wenn ich mich derzeit mit dem Thema Gemeinde beschäftige, so wird es noch etliche Jahre dauern, bis ich sagen kann, einen Großteil der Bedeutung der Gemeinde erfasst zu haben.

zunächst ist ja schon in meinem vorigen Artikel immer wieder zwischen universeller Gemeinde und lokaler Gemeinde unterschieden worden, allerdings habe ich mich immer nur auf die „derzeitige Gemeindelandschaft“ bezogen. Zu der Universellen Gemeinde gehören natürlich auch alle gewesenen und noch kommenden wiedergeborenen Christen hinzu – mit denen wir einmal im Himmel gemeinsam das Abendmahl feiern werden. Die lokale Gemeinde hat gewiss auch ihre Traditionen, Vorgänger und Vorbilder, aber zu der lokalen Gemeinde an sich gehören nur die lebendigen, wiedergeborenen Christen, dich sich dieser einen Gemeinde angeschlossen haben.

Das ist auch schon nahezu alles, was ich weiß…

Die Einheit einer lokalen Gemeinde ist nicht die Einheit der universellen Gemeinde. so wie wir immer wieder Meinungsverschiedenheiten verschiedener Gemeinden gesehen haben, so ist es nicht für die lokale Gemeinde vorgesehen. Was die lokale Gemeinde ausmacht ist eben, dass die Liebe untereinander (und nun ist es nicht nur eine gelegentliche Liebe, sondern ein dauerndes Beisammensein) wirklich gelebt wird. Es ist natürlich keine Voraussetzung die gleiche Theologie zu haben, um einander zu lieben, aber ich sehe dennoch die Voraussetzung in einem großen Großteil theologische Übereinstimmungen zu haben. Ein Calvinist mag seinen Freund mit den Worten „Gott hat einen guten Plan mit dir – auch wenn es alles dunkel scheinen mag, Gott kann auch durch deine Reaktion auf deine Umstände geehrt werden – Er wird dich tragen, nicht loslassen und sein (guter) Plan wird geschehen“ ermutigen, ein Arminianer mag wenig von dem Plan Gottes halten.

So ist alleine schon der praktischen Ermutigung wegen (eine der großen Aufgaben, die wir als Christen in der Gemeinde haben) ähnliche Theologie erforderlich; darüber hinaus sehe ich auch das Problem der Streitigkeiten bei theologischen Meinungsverschiedenheiten in der Gemeinde, die sich nicht nur negativ auf die Gemeinde, sondern auch auf das Zeugnis der Gemeinde auswirken würden. Es ist nie zu vermeiden, dass nicht alle Lehren der Gemeinde von allen geteilt werden, aber es sollte ein Ziel sein, einen großen Konsens unter den Gemeindemitgliedern zu erreichen.

Gott sei Dank, dass eigentlich alle Gemeinden nach einer Einheit suchen (, weil – noch einmal Gott sei Dank – er uns das Verlangen nach Einheit gegeben hat). Dennoch hier ein paar Vorschläge, wie die Einheit in Gemeinden gefördert werden sollte. (Falls ich etwas vergessen habe – was 100% der Fall ist – gerne einen Kommentar posten.)

Ein gemeinsamer Gottesdienst

Manche Gemeinden starten getrennte Gottesdienste zu halten. Die einen wollen lieber länger schlafen, die anderen lieber früher Mittagessen; die einen lieben Choräle, die anderen Rockmusik… Das kann leicht in getrennte Gesellschaften führen. Jung und Alt sind füreinander da. Die Jungen werden nie etwas von den Erfahrungen der Älteren lernen, wenn sie nur ihren eigenen Gottesdienst besuchen.

Das beinhaltet die Punkte Gemeinschaft zwischen Jung und Alt (auch außerhalb der Gottesdienste), sich über die Einheit trotz der Vielfalt bewusst zu werden, nicht nur nach dem eigenen wohl zu suchen (z.B. in Sachen Liedern, Musikstil) sondern nach dem des Anderen (wie schön wäre es, wenn die Alten sagen würden „Mehr Chorusse für Junge, damit diese sich freuen“ und die Jungen sagen würden „mehr Chorusse für Ältere, auch wenn das nicht unser Stil ist – es ist doch alles Anbetung. Die Älteren sollen den Herrn anbeten, wie sie es lieben“).

Getrennte und gemeinsame Veranstaltung von Jüngerschaft

Es sollten homogene (in Bezug auf Alter, Reife / geistliche Reife / Lebensumstände), aber auch heterogene (jung und alt, arm und reich, …)  Gruppen gebildet werden. In homogenen Gruppen werden manche Anliegen besser verstanden, aber nur unter völlig Gleichgesinnten zu sein wird nicht weiterbringen.

Jüngerschaft sollte sich hier auf praktische Lebensbereiche beziehen, aber auch auf theologische.

Versorgung mit klaren Ressourcen

Predigten, aber eben auch verkaufte Bücher, CD’s, Booklets, etc. sollten klar sein – und die Lehre der Gemeinde verdeutlichen. Dies ist eine wichtige Arbeit, zu überprüfen, ob alle Materialien gut sind.

Versorgung bezieht aber nicht nur das Angebot mit ein, sondern auch das Geben. So ist es sehr sinnvoll zum Beispiel auf Disskussionsabenden kostenlose Artikel zu verteilen, welche die Meinung der Gemeinde begründen. Auch Verweise auf gute Webseiten anderer ähnlicher Gemeinden sind hilfreich (besser noch: Verweise nur auf die Materialien, die vollständig geteilt werden).

Bis jetzt habe ich mich auf die gesamte Gemeinde bezogen, aber grade bei den Ressourcen ist es wichtig, sich über seine Leiter und die zukünftigen Leiter der Gemeinde gesondert Gedanken zu machen. Bücher an die ganze Gemeinde zu verschenken ist meist nicht möglich, aber das Leiterschaftsteam (Hauskreisleiter, Lobpreisleiter, Seelsorger, …) mit kostenlosen Büchern / Artikeln zu versorgen ist sinnvoll: Es zeigt das Verlangen der Gemeinde nach Stärkung der Leiter und es wird die Leiter zum Lesen bringen. Manchmal ist die Empfehlung eines Buches (, sodass sich die Leiter es kaufen sollten) nicht genug. Versorgung bezieht – besonders bei den Leitern mehr als nur Angebot mit ein.

Und noch mehr…

Hier müssten noch unzählige gute Methoden, Anhaltspunkte und Tipps stehen, meine Einfälle hören jetzt allerdings auf. Dazu gibt es ja die Kommentare.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 25. August 2010 von in Glaubensleben und Kommentare, Leiterschaft und getaggt mit , , , , , , , , .

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