Soli Deo Gloria

Im Leben und Sterben: Einheit mit Christus!

Ehrliche Fragen und Antworten – und Kritik

Ron Kubsch schreibt auf Theoblog:

»Ehrliche Antworten auf ehrliche Fragen«, hieß es zur Zeiten von Francis Schaeffer im L’Abri-Studienzentrum. Junge Leute strömten in die Schweiz, weil sie brennende Fragen loswerden wollten und leidenschaftlich nach tragfähigen Antworten suchten.

Ehrliche Fragen vernehme ich heute selten. Gefragt wird zwar viel, oft aber nur, um sich vor Antworten zu schützen. Man fragt, weil man keine Antwort will.  Auf eine Antwort hören, kann nämlich bedeuteten, dass man nicht mehr nur das tun kann, was man will. Da einem »Hören« das verbindliche »Gehorchen« folgen könnte, wird lieber hinterfragt.

Inspiriert hat mich das dazu, weitergehend zu hinterfragen, wie wir mit Kritik umgehen. Häufig sind unsrere antworten auf Kritik nämlich Fragen.  Wir versuchen uns mit rethorischen Fragen rauszureden, reagieren aber meist nicht angemessen auf Kritik.

Andererseits: Wie reagieren wir, wenn wir ehrliche antworten bekommen? (Meist enthalten diese Kritik)

Hierzu ein Zitat aus dem Artikel „Das Kreuz und Kritik“: (1)


Im Lichte des Gerichtes Gottes und der Rechtfertigung des Sünders im Kreuz Christi können wir zu entdecken beginnen, wie wir mit aller und jeglicher Kritik umgehen können. Indem ich Gottes Kritik über mich im Kreuz Christi bejahe, kann ich jeder Kritik begegnen, die Menschen gegen mich vorbringen können. Mit anderen Worten: Niemand kann mich härter kritisieren, als es das Kreuz getan hat. Und die niederschmetterndste Kritik stellt sich als die herrlichste Barmherzigkeit heraus. Wenn Sie also sich selbst als mit Christus gekreuzigt erkennen, dann können Sie auf jede Kritik sogar auf falsche oder feindselige – ohne Bitterkeit, Verteidigen oder Schuldabschieben reagieren.

[…]

Wenn ich mich selbst als mit Christus gekreuzigt erkenne, kann ich jetzt Kritik mit folgender Haltung entgegennehmen: „Du hast nicht einmal einen Bruchteil meiner Schuld entdeckt. Christus hat mehr über meine Sünde, mein Versagen, meine Auflehnung und meine Torheit gesagt, als irgendein Mensch gegen mich vorbringen kann. Ich danke dir für deine Korrekturen. Sie sind ein Segen und eine Freundlichkeit für mich. Denn sogar wenn sie falsch oder unangebracht sind, erinnern sie mich an meine wirklichen Fehler und Sünden, für die mein Herr und Heiland teuer bezahlt hat, als Er für mich ans Kreuz ging. Ich will gut hinhören, wo deine Kritik berechtigt ist.“

Ich hoffe, dass wir so auf Kritik reagieren können.

(1): Quelle: The Journal of Biblical Counseling (Zeitschrift für biblische Seelsorge) • 17. Jahrgang • Nummer 3 • Frühling 1999
Das Kreuz und das Kritisieren
von Alfred J. Poirier

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Ein Kommentar zu “Ehrliche Fragen und Antworten – und Kritik

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 30. Dezember 2009 von in Bloggerszene, Ressourcen und Media, Zeitgeschehen.

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